Kind Kaputt – „Ins Blau“ Album & Tour

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Cover & Design:
Pascal Oswald
Text:
Uncle M

“Ins Blau” ist dicht an Kind Kaputt. So dicht dran, dass die Band sogar erstmals selbst auf einem ihrer Cover zu sehen ist. Ein fast schon reales Abbild ihrer Wirklichkeit.

Das Album fängt die Essenz der Alternative Rock Band ein – auf allen Ebenen. Keine weiteren Produzenten, niemanden, der an Songs mitgeschrieben hat. Auch der Schreibprozess hat sich radikal verändert: Wurde früher noch ein Text auf ein zuvor feinsäuberlich ausgearbeitetes Instrumental geschrieben, entstanden für “Ins Blau” Text und Melodie oft zeitgleich – so reduzierten sich die Songs auf ihr Wesentliches.

Wir wollten so viel wir selbst sein, wie möglich. – Johannes Prautzsch (Voc/Git)

Die Geschichte von Kind Kaputt beginnt vor 10 Jahren als sperrige Post-Hardcore Band mit deutschen Texten, deren aufgestaute Energie sich in bisweilen waghalsigen Passagen und verzerrten Songs Bahn bricht und auf dem 2019 veröffentlichten Debut-Album “Zerfall” einen düsteren Höhepunkt erreicht. Ihre Corona-EP “Endlich wieder”, die damit einhergehenden cineastsischen Musikvideos und nicht zuletzt ihr Collabo-Track “Es Geht” an der Seite von Sperling und Marathonmann brachten frischen Wind in den Sound der zum Trio geschrumpften Band: Mehr Fokus auf das Wesentliche. Mehr Raum für Ironie und eine Verzweiflung in Dur: Album #2 “Morgen ist auch noch kein Tag” setzte enorme Kräfte frei und katapultierte Kind Kaputt in die erste Reihe deutscher Alternative Bands.

“Ins Blau” streift die vormals selbst geschaffenen Facetten nun aber erneut ab. Musikalisch fokussieren sich Kind Kaputt in den 10 Songs des Albums mehr denn je auf ein fundamentales, schnörkelloses und alles tragendes Gerüst aus Akkorden, Riffs, klaren Gesangsmelodien und prägnanten, kraftvollen Drums. Verziert ist ihre dritte Platte mit aufwendigen Vocalarrangements, zweiten Stimmen und Chören an den richtigen Stellen. “Ins Blau” verliert dabei nicht an Wucht, sondern gewinnt durch gezielte Prägnanz an Deutlichkeit.

“Ins Blau” ist für mich das Gefühl, in seinen 30ern darauf zu warten, dass der „gute Teil“ des Lebens endlich losgeht. Alle anderen scheinen super zurechtzukommen, während man sich selbst zurückgelassen fühlt. Die wilden 20er sind vorbei und jetzt muss man mit ihren Konsequenzen klarkommen. Gleichzeitig wird die Frage gestellt, ob das alles denn wirklich sein muss? Sollte man nicht einfach aufhören, vermeintliche Erwartungen anderer erfüllen zu wollen? Wäre es nicht besser, einfach nach Hause zu gehen, anstatt den super grünen Rasen des Nachbarn zu bestaunen? – Konstantin Cajkin, Gitarrist und Produzent 

Persönliche Erfahrungen und Empfindungen werden auf “Ins Blau” zu Fragestellungen, stellvertretend für eine ganze Generation. Wie geht man um, mit dem eigenen Erwartungsdruck? Und wie mit dem von außen? Woher weiß man, ob das gerade das richtige für einen ist? Und wie bleibt man sich treu in einem Umfeld, das permanent fordert, bewertet und vergleicht? Fragen, die nicht unbedingt neu, aber vielleicht aktueller denn je sind.

Diese Grundstimmung wird in den bereits veröffentlichten Vorab-Singles deutlich: “Wie man lebt” oszilliert den Stillstand zwischen den eigenen Erwartungen und der Unfähigkeit, sie umzusetzen. Der Track erzählt von missglückten Versuchen, gescheiterten Vorsätzen und der Suche nach Orientierung in einer Welt, die sich schneller dreht, als man selbst hinterherkommt. Oder “So weit”, das von Erschöpfung und vom Loslassen des ständigen Drangs erzählt, sich beweisen zu müssen und die versöhnliche Erkenntnis schenkt  “Es reicht. Du musst nichts mehr beweisen.”

Der Fokustrack “Ins Blau” bringt das Album thematisch auf den Punkt:
“Ich hab mir mein Leben ganz anders gedacht. Statt zu überlegen, hätt ich es gemacht. […] Ich habe mich verloren, man hat mich vertauscht. Ich starre nach oben, ich ziele ins Blau.”
Dabei greift der Song die wahrscheinlich größte Angst auf, irgendwann auf das eigene Leben zurückzublicken und festzustellen, dass man das eigene Leben nicht richtig gelebt hat: “Ich warte an der Seite vom Weg, die Tage fahren einfach vorbei. Alle haben ihr Leben gelebt – ich war nur dabei.” 

“Das Album ist für mich ein kleiner Reminder daran, den Fokus öfter auf das Hier und Jetzt zu lenken. Ich verbringe definitiv zu viel Zeit damit, über die Zukunft oder Vergangenheit nachzudenken, schmiede nonstop Pläne oder grüble vor mich hin. Da kann es schnell passieren, dass man den Moment verpasst.”  Mathis Kerscher, Schlagzeuger  

“Ins Blau” erscheint am 23.01.2026 digital als Stream und Download und physisch auf blauer transparenter 140g Vinyl im Gatefold. Dazu gibt es einen Hoodie, ein Shirt zum Album und Poster so lange der Vorrat reicht im Uncle M Shop.

Am 24.01.2026 wird “Ins Blau” auf der Release Show im Werk 2 in Leipzig zusammen mit Shoreline als Special Guest gebührend gefeiert. Im März geht es dann quer durch Deutschland auf große “Ins Blau” Headliner Tour. Supports sind Hi Mum und Henny Herz.

Hier geht es zur Vorbestellung der Vinyl, zu Hard- und e-Tickets und zu den neuen Merchprodukten zum Album.

Kind Kaputt – Ins Blau Tour 2026
präsentiert von FUZE, Frontstage Magazine, Plattensprung, Sea Punks und Pfand Gehört Daneben.
24.01.26 – (DE) Leipzig, Werk 2 // ALBUM RELEASE SHOW
11.03.26 – (DE) Hannover, Lux
12.03.26 – (DE) Berlin, Frannz
13.03.26 – (DE) Nürnberg, Club Stereo
14.03.26 – (DE) München, Strom
15.03.26 – (DE) Stuttgart, Wizemann Studio
18.03.26 – (DE) Frankfurt, Das Bett
19.03.26 – (DE) Köln, Club Volta
20.03.26 – (DE) Hamburg, Nochtspeicher
21.03.26 – (DE) Osnabrück, Westwerk

Stimmt euch schon jetzt auf das Album ein und hört den neuen Song „Fernglas„: