Festivalstalker: Am Freitag, den 12.12.2025 erschien euer neues Album „Wunder“ wie fühlt es sich an?
Schmutzki: Wir sind happy mit dem Album und freuen uns auf die dazugehörige Tour! Die Platte ist wieder etwas anders, als die Outputs zuvor. Es macht Spaß immer etwas Abwechslung reinzubringen und nicht immer das Gleiche zu machen. Diesmal sind wieder viel Humor und Quatsch mit dabei, das geht uns immer gut von der Hand…
Festivalstalker: Gab es einen Moment im Entstehungsprozess, an dem ihr wusstet: Jetzt hat das Album seinen Kern gefunden?
Schmutzki: Wir haben am Song „Wunder“ lange rumgeschraubt und etliche Versionen versucht. Irgendwann kamen wir auf die Idee einen Synthie in das Ganze zu integrieren. Und plötzlich hat der Song super funktioniert und alle Fragezeichen waren wie weggeblasen. Danach hatten wir die Blaupause für die Platte und konnten die anderen Songs dementsprechend entwickeln. Wenn der Knoten einmal geplatzt ist, macht alles doppelt so viel Spaß.
Festivalstalker: Gibt es eine Zeile auf dem Album, auf die ihr besonders stolz seid?
Schmutzki: „Ich könnte wenn ich wollte, aber ich will nicht, liebe Leute!“ war die Zeile die „Wunder“ komplettiert hat und uns ziemlich zum Schmunzeln gebracht hat. Danach hatten wir davon ziemlich lange einen Ohrwurm. Die Zeile bringt ganz gut die ironische Attitüde des Songs und der ganzen Platte zum Ausdruck.
Festivalstalker: Wunder ist euer bisher kürzestes Album, gerade im krassen Vergleich zu „Schmutz de la Schmutz“. Wie kam es dazu und wird es in Zukunft so bleiben, dass die Alben kürzer sind dafür aber auch der Zeitabstand zwischen den Releases kürzer wird?
Schmutzki: Man wird sehen. Wir haben in den letzten drei Jahren mit recht hoher Schlagzahl released, nicht zuletzt weil sich über Corona einiges angestaut hatte. Kann gut sein, dass wir uns für den nächsten Output wieder länger Zeit lassen und auch wieder mehr Material sammeln. Worauf wir nicht mehr so Bock haben, ist Alben künstlich in die Länge zu ziehen. Es muss sich einfach richtig und passend anfühlen. „Wunder“ kurzweilig zu halten, passte für uns sehr gut ins Konzept.
Festivalstalker: Viele eurer Songs handeln vom Dating (im weitesten Sinne) wie auch zum Beispiel „Prinz“, oder von früheren Alben „Backstage“ und „Hey du“. Sind das Songs über eure eigenen Erfahrungen?
Schmutzki: Bei Schmutzki ist natürlich alles immer etwas übertrieben oder sagen wir, fantasievoll. Wir wollen uns nicht so streng an die Realität halten, sondern durch etwas Übertreibung den Kern der Sache verdeutlichen. Trotzdem steckt in jedem Song eine wahre Begebenheit, mal mehr mal weniger. Bei „Hey Du“ ist da schon einiges an Realität drin, zumindest unsere Realität anno 2010, wo wir wild unterwegs waren in den Stuttgarter Nächten. Trotzdem wird der Song gerade durch etwas psychodelische Übertreibung gerade spannend und einzigartig.
Festivalstalker: Möchtet ihr wirklich mehr „Kalendersprüche“ oder ist der Song ironisch zu sehen?
Schmutzki: Ganz klar ironisch! Wobei wir als Band natürlich auch nicht davor gefeit sind, etwas klischeebeladenen Wendungen zu benutzen. Manchmal muss es eben doch kitschig sein, damit es richtig reinhaut. Trotzdem sollte man vorsichtig sein, zu viele von diesen vermeintlich großen Worten zu benutzen, weil das ganz schnell dazu führt, dass sie nur noch Worthülsen sind, ohne Wirkung. Deshalb lieber kreativ sein und die eigenen Kalendersprüche erfinden, anstatt sich ausgelutschte Phrasen in die Bude zu hängen.
Festivalstalker: Ist euer Tourleben wirklich so wie in „Tourensöhne „ beschrieben? Und freut ihr euch schon auf die anstehende Tour?
Schmutzki: Ich sag´s mal so: Früher war jeder Tag auf Tour so oder so ähnlich. Heute versuchen wir diese Eskapaden auf einmal pro Wochenende zu begrenzen. Schließlich haben wir auch noch andere Jobs, Familien und sonstige Verpflichtungen, die unter der Woche auf uns warten. Nach 3 Mal „Tourensöhne-Programm“ an einem Wochenende, ist in unserem Alter leider die kommende Woche ziemlich am Arsch, hahaha! Trotzdem oder gerade deswegen freuen wir uns besonders auf die kommende Tour, weil man eben doch mal wieder richtig Gas geben kann und die „Tourensöhne“ wieder auf Achse sind.
Festivalstalker: Welche Songs vom Album seht ihr jetzt schon als sichere Live-Bretter auf der nächsten Tour?
Schmutzki: „Wunder“ haben wir schon auf einigen Festivals letzten Sommer gespielt und das hat super funktioniert. Im Proberaum ballert „Prinz“ total super, vermutlich ist das der Geheimfavorit für die Tour!
Festivalstalker: Was ist aus ‘‘Oma und Punk‘‘ geworden?
Schmutzki: Dany’s Oma, um die es in dem Song geht, wird im Mai 95 Jahre alt. Er wohnt ja mit ihr in einem Haus und kümmert sich so oft es geht. Es wird also immer noch Kaffee bei Oma getrunken, wie in dem kleinen Video von damals. Hoffen wir dass es noch lange so bleibt!
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