Im Interview mit BLOODSUCKING ZOMBIES FROM OUTER SPACE

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Fotocredit
Andreas Graf

Festivalstalker: „Blood Is For Suckers“ – wer sind denn die eigentlichen Suckers? Eure Opfer, andere Bands oder wir alle?
Richy: Richy: Das kommt immer auf die Sichtweise an. Ich hab es damals eigentlich irgenwie als eine Art „Pep“ Talk für uns selbst als Band geschrieben – dass man an sich selbst glauben und seinem herzen folgen soll“ so in dieser Art.

Festivalstalker: Ist der Titel eher augenzwinkernde Selbstironie oder steckt eine gesellschaftskritische Message dahinter?
Richy: Also in erster Linie war es als Spoof auf das Twisted Sister Album „Love is for Suckers“ gedacht. Aber ich mag es, dass er sehr vielseitig interpretierbar ist.

Festivalstalker: Wenn das Album ein Horrorfilm wäre – welches Subgenre wäre es? Splatter, Sci-Fi, Trash, Psycho?
Richy: Ich denke ein alter Vampirfilm aus dem Hause Hammer wäre passend.

Festivalstalker: Gab es Songs, die komplett anders begonnen haben, als sie am Ende klingen?
Richy: Das gab es sonst bei uns fast immer, aber bei dem aktuellen Album hat sich erstaunlich wenig verändert vom ersten Demo zum fertigen Track. Ich glaube „Die Young!“ hat die größte Entwicklung genommen, weil tatsächlich 2,3 unterschiedliche Songideen zu einer zusammengestrickt wurde.

Festivalstalker: Was war diesmal zuerst da – das Riff, die Hook oder die blutige Vision?
Richy: Zu 90% ist bei uns immer das Riff das aller Erste. In seltenen Fällen, gibt’s einen Refrain-Text oder ein Schlagwort um den herum, dann ein Song entsteht, aber in der Regel beginnt alles immer mit einem Gitarrenthema und einer Melodie.

Festivalstalker: Woher nehmt ihr aktuell eure Inspiration – alte B-Movies oder reale Albträume?
Richy: Natürlich nach wie vor der leidenschaftliche Konsum von Horrorfilmen, aber ich habe weit aus mehr Inspiration aus dem täglichen Leben, dass ich dann in ein Horrorgewand zu stecken versuche. Alpträume hab ich so gut wie nie und wenn dann sind sie meistens dermaßen cineastisch, dass Ichs schon wieder cool finde.

Festivalstalker: Wenn ihr selbst Figuren in einem Horrorfilm wärt – wer überlebt am längsten?
Richy: Nachdem wir 5 als Zombies ja schon tot beziehungsweise untot sind, gibt es darauf keine wirkliche Antwort. Wir beißen unser Publikum was dann wiederum selbst zu Zombies mutiert – der ewige Kreislauf 🙂

Festivalstalker: Gibt es Themen, bei denen selbst Zombies sagen: „Zu krass, das lassen wir“?
Richy: Da gibt’s sicher einiges – aber das sind dann meistens Dinge die uns eh nie wirklich interessiert haben. Wir sind jetzt keinen Band die auf biegen und brechen provozieren will, oder das Publikum ernsthaft schocken will. Ich seh‘ uns eher wie eine nostalgische Geisterbahnfahrt im Wiener Prater.

Festivalstalker: Wie viel Kunstblut braucht es, um „Blood Is For Suckers“ live angemessen zu zelebrieren?
Richy: Auf die Menge kommt es gar nicht so sehr an, eher aufs Timing. Wir sind mittlerweile gar nicht mehr so sehr auf „Splatters“ und „Herumsauen“, sondern versuchen uns im gereifteren Horror mit „ein bisschen Klasse“ 🙂 Aktuelle sind wir definitiv mehr „Vincent Price“ als „Hershell Gorden Lewis“

Festivalstalker: Was kommt nach „Blood Is For Suckers“ – mehr Blut, mehr Space oder mehr Wahnsinn?
Richy: Also aktuell würde ich mal sagen „Urlaub / Pause“ aber bis es so weit ist an neues Material zu denken haben wir sicher schon wieder Blut geleckt, wie ich uns kenne.