Review: How Did I Get Here – Louis Tomlinson

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Ich finde das Album von Louis wieder ein sehr gelungenes Album, man kann jeden Song in einer anderen Weise fühlen

Louis Tomlinson bringt sein drittes Studioalbum „How Did I Get Here“ am 23.01. raus. 804 Tage nach seinem letzten Release können sich alle Leute auf 12 neue Songs von ihm freuen.

Ich persönlich finde, dass der Titel des Albums sehr gut zu den Songs passt. Jeder Track fühlt sich an wie eine Geschichte die erzählt wird, und dass alles führt dahin zurück wo Louis jetzt steht. Jeder Track scheint einen eigenen Moment festzuhalten, es fühlt sich stellenweise so an als würden dir die Songs den Weg makieren und einen leiten. Ich finde, dass es weniger darum geht alles zu erklären, sondern die einzelnen Schritte, Gedanken und Gefühle hörbar zu machen.

Bereits vor dem Album-Release hat er drei Songs rausgebracht, die schon mal einen guten Einblick in das Werk zeigen konnten. Nur zwei Tage vorher erschien seine letzte Single „Imposter“. Gemeinsam mit „Palaces“ und „Lemonade“ haben die Songs die Aufregung höher steigen lassen.

Jeder Song weckt Gefühle manche bleiben direkt im Kopf und bei manchen kommen die Gefühle nach und nach, aber dann fühlt man sie. Jeder Song dieses Albums hat seinen eigenen Platz und seine eigene Bedeutung. Die Reihenfolge der Songs wirkt nicht zufällig sondern wie ein bewusst gesetzte Ablauf, der den Hörer langsam tiefer hinein zieht. Es liegen sehr viel Atmosphäre zwischen den Zeilen. Jeder einzelne Song trägt unterschiedliche Stimmungen und jeder steht für sich selber, aber trotzdem fügen sich alle Songs zu einem Gesamtbild zusammen.

 

Palaces

„Palaces“ fühlt sich wie ein sehr persönlicher Moment auf dem Album an. Der Song wurde als schnellster Track des Albums aufgenommen, nur zwei Stunden hat er gedauert. Es ist ein Love Song an Doncaster, an seine Heimat, wo er großgeworden ist, an einen Ort, der geprägt ist von Erinnerungen, Träumen und einem Gefühl von Sicherheit. Obwohl er offiziell am 13. November veröffentlicht wurde, durften Fans ihn bereits beim Away From Home Festival im Oktober hören.

Die Lyrics wirken wie Fragmente aus Erinnerungen, fast traumartig, und tragen gleichzeitig eine melancholische Leichtigkeit in sich. Zeilen wie “I don’t care for the world outside” verstehe ich so, dass alles außerhalb dieses einen sicheren Ortes an Bedeutung verliert. Louis selbst beschrieb den Song als „a glue between this and the last record“. Genau das spürt man, „Palaces“ schlägt eine emotionale Brücke und gibt Fans das, was Louis beabsichtigt hat, ein „sense of home“.

Imposter

Mit „Imposter“, welcher am 20.01. veröffentlicht wurde, spricht Louis ein Gefühl an, mit dem sich fast jeder identifizieren kann: das Imposter-Syndrom. Der Song thematisiert inneren Druck und die Angst, Erwartungen nicht gerecht zu werden. Besonders spannend ist, dass Louis „Imposter“ als „dressed up like a relationship kind of thing“ beschrieben hat.

Zeilen wie: “I think there’s a stranger in my bed” oder “I’m the impostor, I don’t really know who I am anymore” verstärken dieses Gefühl der Entfremdung. Der Song fängt die Unsicherheit ein, die entsteht, wenn man beginnt, sich selbst zu hinterfragen. „Imposter“ ist dadurch nicht nur persönlich, sondern auch nahbar.

Lemonade

„Lemonade“ ist die Lead-Single des dritten Albums und bringt sofort eine andere Energie mit sich. Der Song macht gute Laune, ist melodisch, leicht und voller positiver Vibes. Louis selbst hat „Lemonade“ mit dem Wort „Summer“ beschrieben, und genau so fühlt es sich auch an. Das Lied wurde im Paradies, in Costa Rica, aufgenommen, und dieses Gefühl zieht sich durch den gesamten Track.

Er wollte bewusst ein Paradies-Feeling transportieren, einen Moment, in dem alles leicht ist. Die Zeile “I don’t wanna go home” könnte genau dieses Gefühl widerspiegeln: den Wunsch, diesen Ort, diesen Moment, nicht verlassen zu müssen. „Lemonade“ ist voller Melodie, Wärme und Optimismus und wirkt wie ein Sonnenstrahl innerhalb des Albums.

Lucid

Mit 4 Minuten und 26 Sekunden ist „Lucid“ der längste Song des Albums und auch mit einer der Ruhigsten. Der Track fühlt sich beruhigend an, getragen von Wiederholungen und sanfter Melodie. Besonders auffällig ist die Zeile:

“I’ll be okay, I will dream away”,

die immer wieder auftaucht und wie ein inneres Mantra wirkt . Sie lässt sich als Versuch deuten, sich selbst zu beruhigen, Hoffnung festzuhalten und der Realität für einen Moment zu entfliehen.

Auch “Nothing quite the same” verstärkt dieses Gefühl: das Wissen, dass sich etwas verändert hat und Dinge nicht mehr so sind wie früher. Im Refrain taucht mehrfach der Albumtitel „How did I get here?“ auf, fast wie eine Frage an sich selbst, wiederholt, ohne sofort eine Antwort zu erwarten. „Lucid“ wirkt für mich dadurch ein wenig wie ein innerer Monolog und bildet einen ruhigen, nachdenklichen Kern innerhalb des Albums.

Last Night

Als sechster Song des Albums fügt sich „Last Night“ nahtlos in die ruhigere Atmosphäre der Tracklist ein. Der Song lebt vor allem von seiner schönen, weichen Melodie, die sofort Nähe schafft. Schon beim ersten Hören fühlt sich „Last Night“ wie ein Love-Song an ehrlich und direkt.

Die Lyrics wirken, als würden sie sich gleichzeitig an jemanden richten und mit dieser Person sprechen. Dass Louis den Song selbst schlicht mit „love“ beschreibt, passt perfekt: „Last Night“ ist kein komplizierter Song, sondern einer, der von Emotionen lebt und genau deshalb so wirkungsvoll ist. Er zeigt eine sanfte, warme Seite des Albums und bleibt im Kopf

Dark to light

Mit „Dark To Light“ erreicht Louis Tomlinson einen der emotionalen Tiefpunkte und gleichzeitig Höhepunkte des Albums. Es ist ein Song, den man nicht einfach hört, sondern fühlt. Louis selbst hat ihn als „important“ beschrieben, und genau das spiegelt sich in jeder Zeile wieder. Der Track wirkt wie ein stilles Festhalten, ein letzter Versuch, jemanden nicht loslassen zu müssen. Thematisch kreist der Song um Verlust und die verzweifelte Hoffnung, doch noch etwas ändern zu können. „Is there anything that I can do?“. Besonders schmerzhaft wird dieser Gedanke in Zeilen wie:

„I wish you could see how you look in my eyes, one more time […] would it make you smile?“ in denen der Wunsch nach einem letzten Moment, einem letzten Blick, fast greifbar wird. Ein Moment wo die Person sich mal durch die Augen der anderen Person sehen kann, um zu sehen wie besonders die man ist.

Auch die Hoffnung, jemanden aus der Dunkelheit zurückzuholen, zieht sich durch den Song, etwa in „Could it bring you from dark to light?“ eine Zeile, die gleichzeitig tröstend und herzzerreißend wirkt.

Dieser Song und diese Lyrics gehören zu den intensivsten des gesamten Albums und machen deutlich, warum „Dark To Light“ eine so zentrale Rolle einnimmt. Als wichtiger Song wie Louis in beschreibt steht „Dark To Light“ nicht nur für einen persönlichen Moment, sondern auch für das emotionale Herz des Albums. Er zeigt Louis von seiner verletzlichsten Seite und hinterlässt ein Gefühl, das lange nach dem letzten Ton bleibt.

Ich persönlich finde das Album wieder sehr gelungen. Mir gefällt es sehr, dass man jeden Song in einer anderen Weise fühlen und verstehen kann. Es gibt verschiedene style von Songs was das Album auch sehr abwechslungsreich macht.

Unser Fazit


Sound
8.5
Inhalt
10
Kreativität
9
Artwork
7.5
Wiederhörwert
10