Review: Mark Forster „LIEBE“ Open Air in Magdeburg

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Fotocredit
Nancy
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Am vergangenen Samstag, den 13. Juli 2019 hies es für mich, nach über 2 Jahren, mal wieder Mark Forster live zu erleben.

Eigentlich startet der Nachmittag auch wie geplant, aber kaum waren wir auf dem Weg nach Magdeburg schüttete es wie aus Kübeln. Nachdem das Auto sicher geparkt war, hatten wir auch ein bisschen Glück, da es dann nicht regnete.

Die paar Meter zum Domplatz laufen ist also kein Problem gewesen. Der Einlass begann schon 17.30 Uhr, wir waren ca 18/18.15 Uhr da. Soweit war alles ohne Vorkommnisse gelaufen, nach einer Runde über den Platz um sich die Gegebenheiten anzusehen und  um zu schauen wo man am besten den Abend verbringt, entschieden wir uns die linke Seite vor der Bühne zu wählen, da dort noch reichlich Platz war. Platz, ja den brauch man bei dem 35 jährigem Sänger, den die Beine fangen automatisch an zu tanzen.

Und wie sollte es auch sein, es fing wieder zu regnen an. Selbst für meine Regenjacke war dies Zuviel. Auch die viele Menschen mit ihren Regenponchos waren nass. Erstaunlich das dennoch niemand ging, da auch viele Eltern mit ihren Sprösslingen dabei waren. Für einige wird dies wohl das erste aber nicht letzte Konzert ihres Lebens gewesen sein und erst recht deswegen lies sich niemand von dem bescheidenen Wetter die Laune verderben.

Pünktlich zum Voract schwächte es ab und nieselte nur noch vor sich hin. Den Abend eröffnete Lutz Rode, für mich bis dato unbekannt. Meine Begleitung hatte wohl schon von ihm gelesen und sagte mir, dass in den anderen Städten die Reaktionen wohl nicht so positiv waren. Aber ich mache mir gern mein eigenes Bild. Ich muss sagen, die Titelauswahl und auch seine jeweiligen Erklärungen waren ganz interessant. Sein Programm besang praktiv, die Höhen und Tiefen einer  Liebesbeziehung. Seine Stimmfarbe fand ich sehr angenehm und Empfang seinem Auftritt als positive Bereicherung.

Nach einer kurzen Abbaupause kam dann freudestrahlend und voller Elan Mark Forster auf die Bühne. Und leitete mit „Flash mich“ passend den Abend ein.

 

Das bunt gemischte Publikum ist vom ersten Ton an dabei und schmettert jeden Hit mit. Als Mark dem Publikum sagte, „Magdeburg, bei meinen Konzerten hat es noch nie geregnet. Falls jetzt doch noch Wolken kommen, pusten wir sie gemeinsam weg.“ lachten viele laut auf, dennoch hatte er recht, kaum begann er mit seinem Programm fiel kein Tropfen mehr und auch ein kurzer Sonnenschein lies sich blicken.

Wie bei wohl jedem Konzert, heißt Mark Forster seine Fans in der Familie willkommen. Und erklärt ihnen „Wenn ihr etwas gut findet, wenn Liebe und Zuneigung zu spüren ist, dann macht so“: Die Arme werden in die Luft gehoben und die Hände schnappen auf und zu. Dies sah man sehr oft an diesem Abend.

Das Programm LIEBE , versprach genau was man erwartete. Viele Hits aus seinem gleichnamigen aktuellen Album „Liebe“ erfreuten das Publikum. Ob „Einmal“ „194 Länder“ „Killer“ „Nimmerland“ „747“ “Irgendwann Happy” “Comeback” , dem emotionalen „Genau wie du“, welches er am bunt beklebten Klavier sang oder „Danke Danke“ mit FaceTime “Liveeinschalte“ mit Michael Patrick Kelly und Sido , begeisterten die kleinen und auch großen Fans.

Natürlich durften aber auch die Hits schlechthin nicht fehlen, mit „Zu dir ( weit weg )“ „Karton“ „Sowieso“ “Kogong” oder auch „Wir sind Groß“ heizte Mark dem Publikum ordentlich ein. Bevor der Abend sich dem Ende neigt, stellt er seine Band vor. Welche auf der Leinwand nochmal erscheint und zu jedem es ein witzigen Fakt gab. Das er mit seiner Band ein super Verhältnis hat und jeden schätzt, spürt man den Abend hinweg. Sie haben Spaß zusammen, jeder bekommt die Chance zu zeigen was er drauf hat, kein Wunder das die eingefleischten Fans auch deren Namen kennen. Dann geht es mit “Au Revoir” in den Schlussakt. Natürlich lässt das Publikum ihn nicht so einfach gehen, die “Zugabe, Zugabe” Rufe verhallen erst als sich Mark und Band wieder auf die Bühne begeben, um Ihre Zugabe mit einem Medley aus “Auf dem WegStrong like a lionStimme” zu beginnen. Dann kommt der ultimative Höhepunkt des Abends. Mit “Chöre” entfacht ein Feuerwerk, auf als auch über der Bühne. Die Kanonen neben der Bühne schießen Papierschlagen und Konfetti en masse in die Luft, es wird an nichts gespart und niemand bleibt bei diesem Lied still stehen. Nach dieser sportlichen Einlage, erklingen mit “Bauch und Kopf” die letzten leise Töne. Nach diesem emotionalen Ritt verabschieden sich alles nochmal unter tosendem Applaus vom Publikum.

 

Der Platz leert sich, da “klingelt” auf der Leinwand nochmal ein FaceTime Anruf von Michael Patrick Kelly. Alle um mich herumstehenden schmunzeln. Dann geht es ab Richtung Ausgang und Heimat, wieder ohne Vorkommnisse.

 

Fazit dieses Abends auf dem Domplatz :

Ein interessant gewählter Supportact, den man sich wohl ein zweites Mal ansehen sollte.

Und ein Mark Forster, der – immer wieder Lust auf mehr macht – noch bevor man den Ausgang passiert und realisiert das der Abend schon vorbei ist.