Review: SPUTNIK Springbreak 2019

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Am vergangenen Pfingstwochenende hatte ich das Vergnügen das SPUTNIK Springbreak mal unter die Lupe nehmen zu können.

Wie in jedem Jahr findet es zu Pfingsten statt. Von Mittwoch bis Montag brennt in Pouch die Halbinsel. Da ich keinen Urlaub nehmen konnte und die ganze Woche arbeiten musste, beschloss ich jedoch wenigstens am Freitag und Samstag das Festival zu genießen. Die ersten reisten also schon am Mittwoch an. Leider gab es in der Nacht zum Donnerstag einen tragischen Zwischenfall, wobei ein junger Mann ums Leben kam. Auch ich habe im Vorfeld davon gelesen und es hatte einen leichten Beigeschmack. Das Festival jedoch stattfinden zu lassen, fand auch ich als die richtige Entscheidung. Umso bewusster und vielleicht auch aus einem anderen Blickwinkel setzte ich mich am Freitag Nachmittag in mein Auto und fuhr in Richtung Pouch. Da ich als „Frischling“ für unser Magazin das erste mal ein Festival besuchte, machte ich mir also auf der Fahrt so meine Gedanken. Wo muss ich hin ? Wie wird es ablaufen ? Und die vielleicht wichtigste Frage, wo parke ich ?

Die Anreise verlief bis auf die letzten 5 km Stau und problemlos. Die kamen mir Gefühl wie eine Stunde Stopp and Go vor. Ganz so schlimm war es aber nicht, jedoch wen die Blase drückt und die Vorfreude auf den Lieblingsact des Abends steigt,wohl ganz normal.

Alle Einweiser an denen ich hielt waren gut informiert und somit konnte ich dann die letzten Meter doch recht zügig zum Ziel fahren. Dann hies es erstmal Bändchen abholen. Auch das verlief reibungslos. Organisiert war es also durchweg super. Kaum hatte ich das Bändchen erhalten, hatte ich meinen persönlichen Worst Case. Sommerlich im Kleidchen und Flip Flop unterwegs, ging mein Schühchen einfach mal schnell kaputt. Man gut das im Kofferraum noch Schuhe rumlagen. Diese Passagen zwar null zum Outfit aber daran störte sich ja bei dem Festival keiner. Welch verrückte Kostüme man dort sieht. Ob im Mario Kostüm, Männer die als Frauen verkleidet sind oder gar im Borat Style, es ist alles dabei gewesen.

Nach dem Schuhwechsel, fix das Auto geparkt und los ging der Marsch zum Festivalgelände.  Der Einlass ging doch schneller als gedacht, und auch recht freundlich alles. Taschenkontrolle hatte ich nicht, obwohl ich damit gerechnet hatte. Vielleicht weil sie so klein war oder das Bändchen einfach vertrauen ausstrahlte.

Dann machte ich mich entspannt auf den Weg zur Mainstage, nicht ohne die Instawelt schon teilhaben zu lassen. Die Mainstage war schon gut gefüllt. Und die 102 boyz heizten den Anwesenden Besuchern schon ordentlich ein. Nach einer kurzen Pause ging es mit Mero weiter. Auch dieser junge Mann sagte mir nicht wirklich viel, aber dafür sind Festivals schließlich gut, um neues zu erleben.

Ich muss schon sagen, der Auftritt war nicht schlecht. Neben Eno hatte er auch Xatar als Featuregäste auf der Bühne. Auch die Inszenierung mit dem  riesigen Smartphone und dem vorherigen Chatverlauf das, das Publikum schon wartet, war gut gemacht. Dafür das es der erste Festivalauftritt für den 18jährigen war, hat er es souverän gemeistert.

Nach dem Auftritt begann die Umbauphase und der Vorhang für Kontra K wurde heruntergelassen, wie sehr ich mich darauf freute. 22.15 Uhr hatte das warten dann ein Ende und charismatisch und voller Energie begann mein Lieblingsberliner seine Show mit Adrenalin. Im Repertoire waren sowohl alte Hits, als auch aktuelle des neuen Albums. Nach einer gefühlt zu kurzen Show, die dennoch aus ballten 70 min voller Power war, beendete er seinen Auftritt mit dem gewohnten Wölfe.

Da ich Samstag wieder arbeiten musste und die Rückfahrt auch 1,5 Stunden dauerte, wollte ich zumindest ein, zwei Lieder des nächstes Acts sehen. Und da ich Casper & Marteria noch nicht live erlebt hab, war ich auch gespannt wie sie sein würden. Die Show der beiden sah ich mir dann von einem weiter rechts der Bühne gelegenen Platz an, da ich auch von dort besser sah. So hatte ich nicht nur einen guten Blick auf die Bühne, auch das Publikum hatte ich perfekt im Blick. Der Freitag auf der Mainstage war also sehr raplastig, das Publikum war aber bei jedem der Künstler mit vollem Elan bei der Sache. Wie sollte es auch anders sein? Gutes Wetter, entspannte Leute durchweg und Musik wohin das Ohr reichte. Um 1 Uhr machte ich mich dann langsam Richtung Parkplatz. Neben meiner Bedenken mein Auto im Dunkeln zu finden, klappte dies doch auf den ersten Versuch.

 

Am Samstag, nach getaner Arbeit und ein bisschen aufhübschen, machte ich mich wieder auf den Weg nach Pouch. Diesmal wieder ohne jegliche Probleme und ganz ohne Stau. Nach kurzer Suche fand ich diesmal sogar einen besseren Parkplatz, und ohne Schuhprobleme ging es Richtung Festivalgelände. Doch bevor ich den Einlass passierte, mache ich noch beim Springbreak Schriftzug halt. Ein Blick auf die Mainstage erhaschen, ein, zwei Bilder für Insta geknipst und einen Moment inne gehalten, bevor ich mich wieder ohne viel Tam Tam durch den Einlass machte. Gemütlich schlenderte ich Richtung Mainstage, machte noch einen kurzen Halt an der Bar. Die bargeldlose Variante war doch eigentlich ganz praktisch, jedoch auch ein wenig unübersichtlich. Aber, man gewöhnt sich ja an alles.

Bei meiner Ankunft ertönten noch die letzten Stücke von Lexy & K-Paul. Während der Umbauphase ist der Platz vor der Bühne so schön übersichtlich. Ich suchte mir diesmal mittig einen Platz, eigentlich dachte ich auch dieser sei ganz ok, bis es anfing und ich den Puschel meiner Vorderfrau ständig im Gesicht hatte und von hinten schon der nächste kuscheln wollte. Aber man muss sagen, es war zwar eng, die Stimmung aber unbeschreiblich. Entspannt und mitreißend feierte das Publikum ihren Alligatoah. Auch diesen habe ich vorher nur einmal live erlebt mit Trailerpark. Dort aber nicht wirklich wahr genommen, was den Umständen des Tages zu schulden war. Diesmal aber war ich fit und das Wetter angenehm. Zu Alligatoah lässt sich sagen, den schau ich mir gern nochmal an. Tolle Show, nimmt kein Blatt vor den Mund. Ich blieb erstmal der Mainstage treu und schaute mir dann auch die nachfolgenden zwei Acts an.

Gestört aber geil, kannte ich  schon von anderen Festivals. Ich wusste nun wird das Tanzbein geschwungen. Und so war es auch. Leider wieder ohne Spike, dem es wohl gesundheitlich imemernoch nicht besser ging. Auch mit Ersatzmann war es eine rundum gelungene Show. Mit viel Konfetti und Pyro rundeten die Jungs ihr Set perfekt ab.

Auf Don Diablo freute ich mich an diesem Tag am meisten, den wollte ich mir dann auch wieder von nahen ansehen. Also nutzte ich die Umbauphase um mich weiter vor ins Getümmel zu stellen. Don‘s Set war genauso wie ich es mir vorstellte. Mit all seinen Hits und auch einer Hommage an seinen viel zu früh verstorbenen DJ Kollegen Avicii.

Nach einem langen Tag wollte ich mich dann auch langsam Richtung Heimweg machen, aber nicht ohne auch vorher noch die Strezzkidz @SSB abzuchecken, auf welcher gerade Craig Mortalis die Feierwütigen zum schwitzen brachte. Obwohl es nicht ganz so meinen Geschmack trifft, verweilte ich doch eine Weile um mir einen Einblick zu verschaffen. Nach einem kurzen halt an der Bar, zog ich um zur Clubstage. Dort fühle ich mich wesentlich wohler, den Marcapasos war schon eher mein Geschmack. Leider passte ich da nur noch die letzten Minuten ab. M-22 schloss aber nahtlos an und somit hätten die Füßchen keine Zeit zum stillstehen. Nach einer Weile machte ich mich dann aber auch auf den Rückweg, ein langer Tag lag hinter mir und die Heimfahrt noch vor mir.

Über den Sonntag kann ich leider nichts berichten außer das was mich Insta und Facebook Einblicken ließen. Dieser schien aber genauso gut zu sein wie die Tage davor.

 

Alles in allem war es ein rundum gelungenes Wochenende, welche schon beim verlassen Lust auf nächstes Jahr machte.