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Prada Meinhoff

Prada Meinhoff – Stress

Geschmeidig, denken sich Prada Meinhoff und veröffentlichen kurz vor ihrer anstehenden Koma-Tour ihre EP Stress. Drei Songs sind darauf enthalten – dynamisch, aufregend – der typische Prada Meinhoff-Sound, da angesetzt, wo die vorherige Platte endete.

Das aus Berlin stammende Duo schafft es auch diesmal wieder, eingängige Electro-Beats mit Punk– und Pop-Elementen zu vermischen.

Stress, Melancholie und Keith heißen die auf der EP enthaltende Songs – einfache Titel, einfache Melodien mit doch recht tiefsinnigen Texten, die wohl dadurch entstanden sind, dass sie von Erfahrungen, von Lebenssituationen der beiden Musiker handeln:

 

„In der Zeit, in der die Stress EP entstanden ist, sind wir viel getourt, waren dauernd woanders, hatten parallel noch Jobs und Privatleben – mit der Platte haben wir uns ins Leben zurück geholt. Stress spiegelt diese heftige Zeit, auch das nicht zu Ruhe kommen können, Melancholie den Wunsch danach, sich diese „endlich leisten zu können“ und Keith nimmt sich einfach seine Zeit und muss mal kurz nichts wollen und tun. Ich glaube, noch nie ist Musik von uns so direkt und unmittelbar entstanden.“

(Sängerin Chrissi)

 

Erstaunlich, wie passend die Titel den Melodien entsprechen. Melancholie erweckt eine tiefe Sehnsucht – vielleicht, weil Chrissi diese in ihrer Stimme mitschwingen lässt. Keith beginnt ruhig, leise, irgendwie auch nachdenklich – der Sound schwimmt dahin, umhüllt einen und bringt nicht nur Keith Richards heim. Und Stress?  Hört rein!