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Review: Left Boy in Köln

8.8
von 10 Punkten

Um den Rapper Left Boy war es bis zu diesem Jahr ziemlich still geworden. Sein letztes Album „Permanent Midnight“ liegt inzwischen fast fünf Jahre zurück und auch auf seinen Social Media Plattformen erschien der 29-jährige äußerst sporadisch. Umso größer war die Freude, als „Ferdinand“ im Frühjahr 2018 veröffentlicht wurde. Nun war Left Boy mit eben jenem Album auf großer Deutschlandtour und wir waren in Köln für euch dabei.

Left Boy, der bürgerlich Ferdinand Sarnitz heißt und gebürtig aus Wien, Österreich kommt, jedoch bereits seit seinem 19. Lebensjahr in New York wohnt, hat im April diesen Jahres sein zweites Album „Ferdinand“ publiziert und war damit am vergangenen Montag, den 22. Oktober 2018, auf Tour in der Live Music Hall Köln.

Die Live Music Hall, in der etwa 1300 Menschen Platz finden, war restlos ausverkauft mit einem Publikum, das größtenteils weiblich und schätzungsweise zwischen 15 und 25 Jahren alt war. Köln war bereits der dritte Stopp auf Left Boys Deutschlandtour nach Hamburg und Berlin ein paar Tage zuvor. Die beiden Supportacts, die ihn auf seiner Tour begleiteten, waren IAMTIM und Mirakle, die beide langjährige Freunde des 29-jährigen sind. Und sowohl IAMTIM, als auch Mirakle lieferten einen recht soliden Auftakt, was das Publikum anheizte und die ohnehin schon bestehende Vorfreude auf Left Boy nur noch verstärkte. Wobei Mirakle beim Publikum deutlich besser ankam, was man auch an den Reaktionen des Publikums erkennen konnte.

Doch nach einer kurzen Umbaupause nach dem Auftritt von Mirakle betrat der lange erwartete Left Boy die Bühne. Das Bühnenbild, welches er präsentierte, wirkte auf den ersten Blick ziemlich einfach gehalten. Denn außer dem Rapper befand sich eine überdimensionale Leinwand auf der Bühne, auf der das komplette Konzert hinweg, Videos, die extra für das Konzert und passend zum derweil gespielten Lied gedreht wurden, abgespielt wurden. Das Ganze gab dem Konzert einen unbeschreiblichen Flair, was auch beim Publikum gut ankam.

Ab dem vierten Lied “Video Games”, was ein Feature mit Mirakle ist, kam dieser wieder auf die Bühne und blieb ab diesem Moment auch bis zum Ende des Konzertes. Doch neben Mirakle gab es einen weiteren Special Guest, der zwar eigentlich kein solcher war, es jedoch von Publikum so behandelt wurde, der Gitarrist, der Left Boy in vielen seiner Songs unterstützt und grandiose Soli spielte.

Left Boy spielte sowohl alte Songs, von seinem Debütalbum “Permanent Midnight” und den vorherigen EPs, wie auch einiges von dem aktuellen Album “Ferdinand” und beides erreichte sein gewünschtes Ziel, denn die Crowd war durchaus Text sicher und ging ziemlich ab, egal, was Left Boy dort oben auf der Bühne spielte. Doch was das Publikum am meisten feierte, waren die beiden deutschen Lieder des 29-jährigen, “heiß” und “Bitte brich mein Herz nicht Baby”, die beide ziemlich zu Ende gespielt wurden, wobei man “heiß” nicht einmal als richtigen Left Boy Track deklarieren kann, da es sich dabei lediglich um einen ein-minütigen Aprilscherz des Rappers handelte.

Zum Abschluss kann man sagen, dass das Left Boy Konzert genau das getan hat, was man sich davon erhofft hatte, nämlich, dass man währenddessen abschalten, ausrasten und sich die Seele aus dem Leib tanzen konnte. Und auch wenn es zum Teil merkwürdig war, dass die Bühnenansagen seitens des Rappers fast durchgehend auf Englisch gehalten waren, was aber auch kein Wunder ist, da er auch schon über 10 Jahren in den Staaten lebt, mit der Ausnahme von der Ankündigung zu “Bitte brich mein Herz nicht Baby”, was das Publikum jedoch umso mehr feierte.

 

The Return Of…

Young God

A MILLI

Video Games (feat. Mirakle)

Sweet Goodbye

Book Club

Got Damn

Kid

17

Father of God

Chemistry

Dance with the Devil

Big Leagues (feat. Mirakle)

Mashup – Sweet Dreams, Seven Nation Army & Call Me Maybe

Dangerous

Superstar

Bitte brich mein Herz nicht Baby

Security Check

Get It Right

Jack Sparrow

Get It Right (Rusko Remix)

Unser Fazit


Gesamterlebnis
9
Preis/Leistung
9
Qualität
9
Atmosphäre
8