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Fotocredit:
Lars P. Krause

Review: Foo Fighters in Hamburg

10

8:00 Uhr | In Hamburg ist nach einer langen, sonnigen Phase der Regen in die Stadt gezogen.

13:00 Uhr | Es regnet immer noch in Strömen.

15:00 Uhr | So langsam muss ich mich auf den Weg machen zur Trabrennbahn Bahrenfeld.

15:30 Uhr | Die Wolken bleiben, der Regen hat jedoch aufgehört.

16:00 Uhr | Ich fahre los – einige Sonnenstrahlen erkämpfen sich mühsam den Weg durch die Wolkendecke.

18:00 Uhr | Endlich angekommen in Hamburg, steige ich in den, extra für das Konzert eingerichteten, Shuttle, welcher jedoch leider nur zwei Stationen fährt und mich die restlichen 30 Minuten zu Fuß gehen lässt. Der Shuttleservice vor dem Konzert war demnach gut gemeint, aber nicht wirklich gekonnt. Aufgrund der angekündigten 60.000 Fans, sind weiträumig rund um das Konzertgelände die Straßen gesperrt, sodass die Rennbahn mit dem Auto kaum zu erreichen ist.

18:30 Uhr | Am Eingang steht ein junger Mann mit Mikro, welcher die Massen dazu bewegt sich nicht nur an die erste Einlassschlange zu stellen. Dies klappt ziemlich gut und es dauert keine 5 Minuten bis ich hinter der Security auf dem Gelände stehe. Das Erste, was ich sehe, ist eine kilometerlange Reihe Dixiklos. Daumen hoch! Einen Daumen runter gibt es aber leider für die Getränkesituation. Einen Getränkewagen muss ich erstmal suchen.

19:00 Uhr | Ich irre also weiter auf dem großen Gelände herum und begutachte das Speisenangebot. Pizza, Burger, Pommes, Arabisch – hier gibt es wirklich für Jeden was. Zumindest für jeden, der sich in eine der langen Schlangen stellen möchte. Da noch Zeit ist bis zum Hauptact bleibt, stelle ich mich in eine dieser Schlangen. Auf der Bühne spielt die Vorband The Kills. Guter, junger Rock von der Sängerin Alison Mosshart und ihrem Gitarristen Jamie Hince. Mit diesen coolen Klängen im Ohr vergeht die Zeit recht zügig und ich mache mich mit meiner Pizza auf den Weg zum vorderen Teil des Geländes.

20:00 Uhr | Zum Glück ergattere ich einen Platz fast ganz vorne. Endlich betreten die Foo Fighters die riesige Bühne. Sofort liegt dieses Gefühl in der Luft – jeder Einzelne ist glücklich und jubelt Sänger Dave Grohl und seiner Band lauthals zu. Die ersten Lieder sind gespielt – technisch perfekt. Da ich die Band noch nicht live erlebt habe, hoffe ich auf ein wenig Interaktion mit dem Publikum. Sichtlich gerührt stellt Grohl sich vor und freut sich über 60.000 Menschen, die nur wegen seiner Band den Weg auf sich genommen haben.
Das Konzert nimmt seinen Lauf. Der mit Sicherheit 25 Meter lange Steg von der Bühne zum FOH wird betreten. Das Jubeln der Fans wird lauter. Mit der Gitarre steht Grohl im Wind, während hinter ihm am Himmel die Sonne untergeht. Schöner geht es nicht. Seine Haare wehen im Wind. “I feel like a rockstar” sagt er, “no I feel like Beyonce”. Die Meute lacht. Der Song, den er spielt, My Hero, löst Gänsehaut aus.
Hit für Hit geht es weiter. Grohl stellt die Band vor, jeder spielt ein Solo – mit Hingabe und Leidenschaft. Sieht man selten, sollte es öfter geben. Für den nächsten Song tauschen Grohl und Drummer Taylor Hawkins die Plätze. Gespielt wird Under Pressure, im Original von Queen zusammen mit David Bowie. Das Publikum kommt noch mal richtig aus sich raus und feiert diese Version des Songs. Auch mir werden die Foo Fighters immer lieber. Das ständige Kommunizieren mit dem Publikum hält die Zuschauer bei Laune und ich persönlich fühle mich abgeholt und als ein Teil des Ganzen.

22:00 Uhr | So langsam gehe ich etwas weiter nach hinten und setze mich für zwei Lieder auf den Rasen. Ich genieße, mit einem zufriedenen Lächeln auf den Lippen, die Klänge der Band. Ich beobachte die Menschen, die sich ebenfalls über ein gelungenes Konzert freuen und immer noch am rocken sind. Grohl kündigt an, dass zwar die Uhr am Bühnenrand vorgibt, wie lange er spielen darf, er jedoch so lange weiter spielt bis er aufgefordert wird aufzuhören.

22:15 Uhr | Ich mache mich auf den Heimweg. Noch lange höre ich die Band spielen. Der Sound wird leiser und leiser, ich summe jedoch weiterhin Lieder wie My Hero oder Monkey Wrench…

Fazit:
Jede Minute, die ich auf diesem Konzert war, behalte ich in positiver Erinnerung. Die Band bediente ihre Instrumente professionell und der Sänger entertainte die Fans – eine gute Mischung, die nicht jede Band hinbekommt. Foo Fighters sind auf jeden Fall einen Besuch wert, auch wenn man den ein oder anderen Euro mehr auf den Tisch legen muss. Einfach klasse!

Unser Fazit


Sound
10
Atmosphäre
10
Location
10
Preis/Leistung
10