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Review: Galaxy Camp Leipzig

9.3
von 10 Punkten

Sommer, Sonne, Bier und Pop Punk – das ist für mich eine der besten Kombinationen die ich mir vorstellen kann, und genau das kam am 20. Mai in Leipzig zur ersten Galaxy Camp Tour alles zusammen. Das Galaxy Camp feiert im Jahr 2018 seine Premiere und nach Zürich, Karlsruhe und Köln fand das große Finale in Leipzig statt. Das Ganze auch noch Open Air, bei strahlendem Sonnenschein und über 20°C.

Mit leichter Verzögerung öffneten sich gegen 14:15 Uhr die Türen zur Parkbühne im Clara-Zetkin-Park. Eine schöne Location für Konzerte, wenn auch als kleine Kritik angemerkt werden muss, dass mit dem Umfang eines kleinen Festivals noch nicht so viel Erfahrung gesammelt wurde. So gab es unter anderem nur einen Getränkestand und außerhalb vom Gelände auch nur einen Grillstand. Natürlich ist das ausreichend, es kam nirgends zu unangenehmen Wartezeiten, jedoch habe ich da auf anderen Tagesfestivals schon mehr Komfort erlebt.

Nun aber zum wichtigsten, den Bands. Pünktlich um 15 Uhr starten Stand Atlantic ihr Set. Die Australier legen gut vor und verbreiten auch gleich die gute Laune, die dieses Genre meiner Meinung so ausmacht. Auch wenn mir selber die Band bis dato unbekannt war. Die Energie und Stimmung geht auch gleich auf das Publikum über. Es wird getanzt, mitgesungen und die Band gefeiert, wenn auch zunächst verhalten.

Und hier kommt gleich das nächste positive zum Tragen, was den Pop Punk ausmacht. Jeder im Publikum weiß, worauf er sich hier eingelassen hat. Jeder verbreitet gute Stimmung, es gibt keinen in den hinteren Reihen, der das ganze belächelt oder gar abwertet. Das zieht sich durch den ganzen Tag, egal wer gerade auf der Bühne steht.

Darauf folgen Woes, Broadside und Can’t Swim. Alle drei liefern solide ab und das ist auch am Publikum zu merken. Es wird mehr getanzt, erste Pits bilden sich und der Platz vor der Parkbühne füllt sich immer mehr. Leider kann ich von Can’t Swim nur noch die letzten zwei Lieder sehen, da ich mir während der Band eine Auszeit genommen hatte um etwas zu essen.

Als nächsten stehen pünktlich 17:30 Uhr  WSTR auf der Bühne. Eines meiner ersten Highlights und auch hier werde ich nicht enttäuscht. Die Liverpooler spielen eine bunte Mischung ihres aktuellen Albums „Red Green or in between“. Die Stimmung des Publikums ist mittlerweile am Höhepunkt angekommen und ich kann freudig sagen, dass es sich so bis zum Ende des Tages halten wird.

Darauf folgen die Briten Trash Boat und mein absolutes Highlight Knuckle Puck. Trash Boat liefern mit einer Mischung aus Punk und Hardcore eine Abwechslung zu den anderen Bands, da hier musikalisch eine etwas härtere Gangart gefahren wird. Knuckle Puck überzeugen mit einem Set aus alten aber auch neuen Songs ihres aktuellen Albums „Shapeshifter“ und lockern zwischen durch auch mit ruhigeren Songs auf.

Gegen 20:15 Uhr stehen dann die Headliner State Champs mit leichter Verzögerung auf der Bühne. In ihrem Set spielen sie unter anderen auch einen Song von ihrem kommenden Album „Living Proof“, welcher Lust auf mehr macht. Im Ganzen wird hier nochmals bewiesen, was meiner Meinung nach Pop Punk ausmacht. Es gibt Sing-alongs, es wird getanzt, es gibt kleine Moshpits und es ist eine merklich positive Atmosphäre zu spüren.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass das Galaxy Camp für ihre Premiere eine ausgezeichnete Performance hinlegt und ich jetzt schon wieder Lust auf die anstehende State Champs Tour im Herbst habe. Ich hoffe, dass uns die Galaxy Camp Tour noch viele Jahre begleiten wird und uns die Möglichkeit gibt, Bands aus Übersee auch in Deutschland live zu erleben. Ich kann jedem, der nur im Geringsten bei sonnigem Wetter an amerikanischen College Punk à la Blink-182 oder Good Charlotte denkt, das Galaxy Camp empfehlen. Weiter so!

Unser Fazit


Gesamterlebnis
9
Preis/ Leistung
10
Qualität
8
Atmosphäre
10