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Review: Beatsteaks Leipzig

8.8
von 10 Punkten

Am Freitag, 13.04.2018, machte eine der beliebtesten und erfolgreichsten Rockbands Berlins in Leipzig halt, die Beatsteaks. Im Rahmen ihrer Yours Tour 2018 sind sie im April quer durch die Republik unterwegs. Im Gepäck hatten sie sowohl ihr neues, titelgebendes Album „Yours“ aber auch alle Hits, die das Fanherz höher schlagen lässt. Außerdem waren zum Support und anheizen der Menge Turbostaat mit dabei, gute Wahl.

Um kurz nach 20 Uhr verdunkelt sich die gut gefüllte, wenn auch weit nicht ausverkaufte Leipziger Arena. Turbostaat betreten die Bühne und beginnen auch gleich mit dem Opener ihres aktuellen, 2016 erschienenen Albums „Abalonia“, welcher den Titel „Ruperts Gruen“ trägt. Turbostaat spielen ein sehr gutes Set, welches meines Erachtens durch Klassiker wie „Tut Es Doch Weh“, „Harm Rochel“ und „Schwan“ schon an einem Best of kratzt. Durch ihre Songauswahl werden Turbostaat auch vom Publikum gewürdigt. Gut das erste Drittel des Innenraums vor der Bühne springt, tanzt und feiert mit. Nach 30 Minuten beenden Turbostaat ihr Set mit eben schon erwähntem Titel „Schwan“.

Jetzt dauerte es nochmal eine knappe halbe Stunde bis es weiter geht. Die Menge wird  vom Live DJ der Beatsteaks, unter anderem mit Klassikern der Jackson Five, angeheizt bis dann endlich die Beatsteaks unter tosendem Applaus und Jubel auf die Bühne kommen und gleich mit einem fulminanten Block beginnen. Als Opener wählen die Beatsteaks auch hier den Tour- und Albumtitelgebenden Song „Yours“ welcher schon vom ersten Klassiker „Hello Joe“ gefolgt wird. Bei diesem schwappt die Stimmung bei Publikum zum ersten Mal über, es sind erste Moshpits zu sehen und es wird ausgelassen Pogo getanzt. Zum Abschluss dieses Blocks betritt nochmal der Sänger Turbostaats, Jan Windmeier, die Bühne und spielt zusammen mit den Beatsteaks „Frieda und die Bomben“.

Darauf folgte eine bunte Auswahl aus aktuellen Titeln und Evergreens. Zuvor fragt Arnim aber das Publikum, ob es ein Konzert wie vor 10 Jahre wolle, was lautstark vom Publikum gefeiert wird. Hierfür sei aber ein Handyverbot die Bedingung, damit alle das Konzert genießen können. Dies setzt auch super durch, nur noch ganz vereinzelt sind  Smartphones zu sehen. Die Beatsteaks zahlen es dem Publikum mit einer energiegeladenen Show zurück.

Nach Hits wie „Summer“, „Jane Became Insane“, „Hand in Hand“ aber auch dem Sublime Cover „Bad Fish“ folgt der emotionale Höhepunkt des Abends. Die Bühne leert sich und nur Gitarrist Peter Baumann spielt das Lied „Hey du“ aus dem Film „Linie 1“, wobei er sich mit der Gitarre begleitet. Erst am Ende steigt die restliche Band ein, womit der Titel abgerundet wird.

Nach ein paar weiteren Songs beenden die Beatsteaks mit „Gentleman Of The Year“ ihr Set, verabschieden sich und verlassen die Bühne. Natürlich ist hier noch nicht Schluss. Das Publikum fordert lauthals nach Zugaben, was sich die Beatsteaks natürlich nicht zweimal sagen lassen. Nach „French Disco“ aus dem Soundtrack des Films „Tschick“ kommt es zum 2. Höhepunkt. Sänger Arnim kündigt an, dass besondere Gäste im Haus sind, niemand geringeres als Deichkind betreten die Bühne. Zusammen wird der gemeinsame Song „L auf der Stirn“ vom aktuellem Beatsteaks-Album „Yours“ gespielt und in einer eigenen Beatsteaks-Version „So’ne Musik“ vom letzten Deichkind-Album „Niveau Weshalb Warum“. Die Menge tobt und es scheinbar auch sichtlich über die Special-Guests überrascht.

Nach „I Don’t Care as Long as You Sing” ist die Zugabenrunde wieder vorbei. Aber das Publikum hat immer noch nicht genug, was von den Beatsteaks erwidert wird mit den letzten drei Songs. Als großes Finale covern die Beatsteaks „Sabotage“ von den Beasty Boys. Kein besseres Cover hätte gewählt werden können. Die Masse ist nochmal voll dabei und gibt alles. Danach ist Schluss und die Beatsteaks verlassen endgültig die Bühne.

Insgesamt war es ein rundes Konzert, was aber auch nicht anders zu erwarten war. Die Beatsteaks haben auf der ganzen Linie überzeugt, sowohl mit aktuellen und alten Hits. Somit kann ich jedem, der sich auch nur ein bisschen für Rock interessiert, ein Konzert der Beatsteaks empfehlen.

Unser Fazit


Gesamterlebnis
9
Preis/ Leistung
8
Qualität
10
Atmosphäre
8