NATHAN+GRAY-Feral+Hymns-CD
Fotocredit: End Hits Records
Nathan Gray - Feral Hymns Cover

Review: Nathan Gray (Boysetsfire Frontmann) – “Feral Hymns”

7.7
von 10 Punkten

Nathan Gray, den man hauptsächlich als Frontsänger der Band Boysetsfire kennt, hat bereits erste Solo-Versuche gemacht und bringt nun auch mit “Feral Hymns” sein erstes vollwertiges Soloalbum raus.

Ich muss zugeben, ich kann den eher ruhigen Klängen des Albums nicht lange gezielt zuhören. Das liegt nicht daran das es schlecht ist – absolut nicht! Vielmehr habe ich sehr schnell das Gefühl denselben Song auf Dauerschleife zu hören. Das Album strotzt nicht gerade vor Abwechslungsreichtum. Dennoch muss man sagen, ist Nathans Stimme eine sehr angenehme – die ich dennoch lieber in Kombination mit der Vielfalt, die ein Band Album mit sich bringt, kombiniert hören möchte.

Die Lieder für sich genommen sind jedoch sehr schön inszeniert und haben einen sehr angenehmen Klang. Auch sind die Texte – welche in Teilen den Songs von Boysetsfire und Nathans vorheriger Band entspringen – gewohnt gefühlvoll und auch recht melancholisch.

Der Großteil der Lieder besteht aus Nathan begleitet von einer akustischen Gitarre – an mancher Stelle kommen leichte Background Stimmen oder Streichinstrumente als Unterstützung hinzu. Diese sind aber stets zurückhaltend und eher Nebensache. So unterstützt die Inszenierung auch den Text von Liedern wie „Alone“ – mit Zeilen wie „Reasons that we go to bed alone“ und „this whiskey must be broken, because it isn’t working“.

Alles in allem bin ich der Ansicht, dass Nathan deutlich mehr Potential hätte ausschöpfen können. Er scheint sich nicht wirklich zu trauen zu weit von ihm gewohnten Pfaden abzuweichen. Somit bleibt er seinem Stil sehr treu, schafft aber nicht wirklich etwas Neues. Man hat das Gefühl sich ein Acoustic Album von Boysetsfire anzuhören – was per se auch nichts Schlechtes ist. Meine persönlichen Erwartungen an das Album wurden leider nicht erfüllt – ich weiß aber auch, dass ich das ein oder andere Lied in 2018 sicherlich noch öfters in einer meiner Playlisten finden werde.

Ich hoffe also Nathan traut sich weiter als Solokünstler – und wagt das nächste Mal einfach mehr! Und eines verspricht das Album und die dazugehörige Tpur ganz Gewiss: Intimität, wie man sie von Nathan bisher nicht gewohnt war! Wer eins der begehrten Tickets ergattern konnte kann sich wirklich glücklich schätzen, denn die Tour ist restlos ausverkauft.

 

 

Unser Fazit


Sound
7
Lyrics
9
Artwork
7