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Review: Jahresabschluss mit Itchy in Stuttgart

9
von 10 Punkten

Tourabschluss. Heimspiel. Ausverkauftes Haus. Bereits vor der Show des Punk-Rock-Trios Itchy am 23. Dezember 2017 im Stuttgarter LKA Longhorn deutete sich an, dass dieses Konzert alles andere als ein besinnliches vorweihnachtliches Kaffeekränzchen wird.

Der Startschuss fiel jedoch erstmal mit der wohl umtriebigsten deutschen Band des Jahres 2017: Leoniden. Allein im vergangenen Festivalsommer haben die Jungs über 40 Shows gespielt und ihr hoch gelobtes Debütalbum “Leoniden” live unter die Leute gebracht, um im Anschluss gleich noch eine Clubtour zu spielen. Was sie jedoch nicht daran gehindert hat, für diesen Abend nochmal eben über 700 Kilometer aus Kiel anzureisen. Und der Weg hat sich mehr als gelohnt: Maximaler Spaß auf der Bühne und permanente Bewegung waren zwei wesentliche Elemente ihrer Live-Show, mit der die Band auf ganzer Linie überzeugte.

Itchy überraschten 2017 nicht nur mit ihrem Namenswechsel (das “Poopzkid” wurde verbannt), sondern überzeugten viele Fans und Kritiker mit ihrem bislang reifsten und vielseitigsten Album namens “All We Know“. Ein Garant für großartige Stimmung war das Trio jedoch irgendwie schon immer. Und das war auch an diesem Abend nicht anders – im Gegenteil.

Es mag wie eine Floskel klingen, aber: Itchy verwandelten die Halle von der ersten Sekunde des Openers “Nothing” an in einen absoluten Hexenkessel. Egal ob Songs der neuen Platte oder alte Hits wie “Why Still Bother” – das Publikum war textsicher, laut und verdammt tanzwütig und die Band trotz der ausgiebigen Konzertreise in den Wochen zuvor keinesfalls müde. Die einzige Verschnaufpause gab’s mit “The Sea” und “Before You Go” – für diesen Part platzierten sich die beiden Vokalisten Sebastian Hafner und Daniel Friedl mit ihren Instrumenten in der Mitte des Publikums und sorgten so für kurzzeitige Sitzkreis-Atmosphäre. Doch keine Sorge, kurz darauf brach wieder der Pogo aus.

Ein absolut würdiger Abschluss des Konzertjahres 2017.

Hier gibt’s weitere Fotos des Abends.

Unser Fazit


Musikalische Qualität
9
Performance
8
Atmosphäre
10