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Review: Gorillaz in Hamburg

9
von 10 Punkten

Die Gorillaz haben zur Präsentation der neuen CD Humanz eine exzellente Live-Band auf Tour geschickt. Im Mittelpunkt der Show steht Damon Albarn. Die Band, obwohl in top Form und gut aufeinander abgestimmt, trat in den Hintergrund. Herr Albarn hatte das Publikum auch mit kleinen Gesten ab dem ersten Song im Griff, zuerst das vordere Drittel der Alsterdorfer Sporthalle, aber schon bald wurde im ganzen Infield und auch auf den Seitenrängen gewippt, geklatscht und getanzt.
Unterbrochen wurde die Präsenz des Damon Albarn von diversen Gastsängern, live und zum Teil auf Leinwand, die sich nahtlos in das Programm einfügten.

Ein paar Worte zum Gesamtkonzept. Dazu gehören für mich erstmal die Musik, die perfekt und mit hervorragendem Sound (früher war die Halle berüchtigt für Echos und Hall ohne Ende) aber auch Beleuchtung, die hier sparsam aber effektvoll dargeboten wurde (in fast der ganzen Halle Dunst, sodass Strahlen, Fächer und regelrechte Lichtvorhänge sichtbar wurden). Die Band wurde so gut wie nie mit Frontlicht beleuchtet, denn zum Konzept gehört eine Videoleinwand, die hinter dem Line Up alles überstrahlt und die Songs unterstützt. Durch sie waren die virtuellen Gorillaz allgegenwärtig.

Für mich, dem Beleuchtung und Performance bei einem Live-Konzert genau so wichtig sind wie Musik und Sound, war es ein großartiges Konzert. Obwohl ich relativ wenig Songs kannte, wurde ich gut unterhalten – ein gelungener Abend.

Hamburg war vorerst der letzte Tourstopp in Deutschland für die Briten. Sie kommen jedoch Anfang Juni 2018 zurück. Die Gorillaz sind bei Rock am Ring als Headliner bestätigt.

Hier geht’s zur Galerie des Abends.

Unser Fazit


Sound
9
Beleuchtung
10
Features
8
Atmosphäre
9