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Review: EMIL BULLS – “Kill Your Demons”

8
von 10 Punkten

Wie schafft man es als Band, auch nach langem Bestehen und vielen veröffentlichten Alben noch kreativen und abwechslungsreichen, aber trotzdem authentischen musikalischen Output zu erzeugen? Im Zweifel kann man ja einfach mal die EMIL BULLS fragen, die mit ihrem mittlerweile neunten Studioalbum “Kill Your Demons” eben diese Gratwanderung meistern.

Die Alternative-Metaller aus München haben sich über die Jahre ihr ganz eigenes Sound-Trademark geschaffen. Sie tanzten schon immer gekonnt zwischen brachialem Metal und Pop-Appeal, zwischen mitreißenden Melodien und der richtigen Portion Härte. Ihr Sound war stets mit der alten Schule verwurzelt, aber trotzdem modern. Und getragen wurden die Songs der “Bulls”, wie die Band in Fankreisen genannt wird, vor allem vom unverkennbaren und wahnsinnig abwechslungsreichen Organ Christoph von Freydorfs am Mikrofon. Eben diese Aspekte sind auch auf “Kill Your Demons” nicht anders.

Die Platte bietet genau den Sound, mit dem sich die EMIL BULLS seit nunmehr 22 Jahren ihre treue Fangemeinde erspielen und halten, ohne dass sich die Band wiederholt. Wie jede Platte der Münchner ist auch dieses Album zudem lupenrein produziert. Wer den bisherigen Sound der Combo mochte, wird von “Kill Your Demons” garantiert nicht enttäuscht. Gleichzeitig ist jedoch festzuhalten, dass allzu große musikalische oder lyrische Überraschungen ausbleiben – was allerdings nichts daran ändert, dass “Kill Your Demons” ein stark gemachtes Album ist, mit dem die Münchner ihren eigenen Stil konsequent festigen.

“Kill Your Demons” erscheint am 29. September 2017 via AFM Records / Soulfood.