LA in Concert: Next Generation - 12.11.2011
Im Jahre 1999 von der Katholischen Jugend Lantershofen und dem Kinder- und Jugendförderverein Grafschaft ins Leben gerufen, fand zunächst 10 Jahre in Folge das mittlerweile über die Kreisgrenzen hinaus bekannte "LA in Concert" statt, um jungen Bands die Möglichkeit zu bieten, ihr Können live unter Beweis zu stellen. Nach einer Pause im Jahr 2010 soll es am 12.11.2011 schließlich zu einer Neuauflage unter dem Namen "LA in Concert: Next Generation" kommen. Hierzu wurde erneut der Winzerverein des beschaulichen Lantershofen hergerichtet.
Nach erfolgreichem Einlass um 18 Uhr wird der Abend schließlich mit kleiner Verzögerung von Phrasement eröffnet, die kurzfristig für die aus organisatorischen Gründen abgesagten, so die Ansagerin, "The Clinch" eingesprungen sind. Die 4 relativ jungen Musiker präsentieren eingängigen, größtenteils ruhigen Indierock und überzeugen durch verspielte Melodien, gekonnte Soli und die überraschend starke Stimme des unscheinbaren Sängers. Das Set besteht größtenteils aus eigenen Songs, bei denen schnell klar wird, dass die Songwritingabteilung durchaus Potential hat. Einige coole Ideen wurden hier verarbeitet, welche sich allerdings im Laufe des Sets das ein oder andere Mal wiederholen. Zusätzlich werden diverse Cover eingeschoben, so auch ein Song der "Beatles". Die Halle ist hier schon vergleichsweise gut gefüllt, was sich bei diesem Event auch bis zum Ende des Abends nicht ändern soll.
Den zweiten Platz belegt die Band Lampenschirm, die als deutschsprachige Rockband angekündigt wird. Geboten wird eine Mischung aus Coversongs und selbstgeschriebenen Stücken, bei denen insgesamt das Hauptaugenmerk auf Eingängigkeit und Mitsingbarkeit liegt, was entsprechend die Stimmung nach oben drückt. Zwar ist die ein oder andere Coverversion am Anfang des Sets fragwürdig, so kriegt man aber mit zunehmender Spielzeit immer mehr die Kurve und überzeugt vorallem gegen Ende mit den etwas flotteren Eigenkompositionen, wodurch man letztendlich auch genügend Applaus und die einzigen Zugaberufe des Abends erntet.
Die letzte und gleichzeitig härteste Band des Abends trägt den Namen Prison Mind. Diese schmettern dem Publikum nach einem kurzen Intro drückenden Post-Hardcore gepaart mit elektronischen Elementen vor den Latz. Hier treffen Shouts auf Cleangesang und melodische Leads auf moshbare Passagen, wozu sich stilgerecht auch ein kleiner Pit bildet. Nach einigen Songs hält man jedoch kurz inne, um sich von Gitarrist Steven, der die Band in Kürze verlassen wird, um mit einem anderen Projekt durchzustarten, zu verabschieden und den bereits gefunden Ersatz vorzustellen. So sollte ein Memberwechsel aussehen. Weitere Highlights des Sets sind eine mini Wall of Death und ein Gesangsduett mit besagtem Ex-Gitarristen. Die Hand des Publikums wird letztendlich mit einem Bassdrop bestückten auf-die-Fresse Breakdown geschüttelt. Wiedersehen garantiert.
Bleibt noch, die augescheinlich reibungslose Organisation anzuerkennen und zu hoffen, dass das Event in den kommenden Jahren bestehen bleibt, um weiterhin Newcomer zu fördern.
N.