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Michel Schneidewind

Vorbericht: Wolfszeit Festival 2017

Hinter den Bergen und Bäumen verborgen, da liegt.. nein nicht das Mumintal, sondern Crispendorf. Schon zum elften Mal organisiert Freki, Frontmann von VARG und gleichzeitig Veranstalter, eines der erfolgreichsten Spartenevents für Pagan, Folk & Black Metal: das WOLFSZEIT FESTIVAL! Vom 24. bis 26. August 2017 werden Methornbesitzer und Teufelsanbeter wieder drei volle Tage fernab jeglicher Zivilisation lautstark ihre Musik zelebrieren – und wir möchten euch dringend empfehlen, dem Spektakel einen Besuch abzustatten.

2007 war das Wolfszeit Festival eigentlich nur als zweitägige Record Release Party in der Stadthalle Hollfeld in Bayern geplant worden. Damals brachten die jungen Paganmetaller VARG gerade frisch ihr Erstlingswerk namens – richtig geraten – „Wolfszeit“ heraus. Da das Ganze aber so erfolgreich war, wiederholte man die Sause 2008 kurzerhand. Ein Jahr später wagte man dann den Sprung zum Open Air und wechselte nach Crispendorf in Thüringen. Seitdem hat sich das WZ-Team eine solide Basis an Stammgästen erarbeitet. Da man schon desöfteren an der Kapazitätsgrenze kratzte, wurde für 2016 ein neuer Standort gesucht. Dieses Vorhaben scheiterte jedoch, sodass man sich dafür entschied, bis auf Weiteres auf dem Feriengelände zu bleiben.

Die Aussichten für 2017 sehen wahrhaft utopisch aus. Als Headliner konnte man die deutschen Paganpioniere EQUILIBRIUM und die norwegischen MAYHEM gewinnen. Letztere werden ihr Debütalbum „De Mysteriis Dom Sathanas“ von 1994 in voller Länge darbieten. Als Co-Heads spielen die Stammgäste BELPHEGOR und FINNTROLL auf. Desweiteren konnte man die schottischen Piraten von ALESTORM für eine Party tief in den Wäldern gewinnen. Mit an Bord sind bis jetzt außerdem: NAGLFAR, HELRUNAR (die es endlich wieder gibt!), KAMPFAR (die ihren Auftritt von 2016 nachholen), CARACH ANGREN, MENHIR (die es ebenfalls endlich wieder gibt), DEBAUCHERY, AGRYPNIE, MINAS MORGUL, ASENBLUT und WALDGEFLÜSTER. Schon jetzt kann man sich alle zehn Finger nach der Bandauswahl lecken. Dabei stehen erfahrungsgemäß noch 6 bis 7 weitere Bands aus. Wir dürfen also gespannt sein, was der gute Freki für uns noch bereithält. Erwähnenswert dabei ist, dass die Spielzeiten stets sehr großzügig bemessen sind, sodass man seine Helden ausgiebig genießen und feiern kann.

Aber das Wolfszeit wäre nicht das Wolfszeit ohne die besondere Atmosphäre, die die malerische Landschaft hervorbringt. Das Ferienland liegt mitten im dichten Wald umrahmt von Bergen und ist durchzogen von einem Bach. Die Infrastruktur ist noch Original DDR, inklusive des Spülens über das Ziehen einer Kette. Die Location wird von dem Heimatverein am Leben erhalten, der hauptsächlich aus ehrenamtlichen Helfern besteht. So ist es dem Besucher möglich, in einer Kantine versalzene Pommes zu essen oder, gegen Aufpreis, in einem Bettenhaus zu übernachten. Das Grillen ist auf einer befestigten Betonfläche erlaubt und wer will, kann mit der ferienlandeigenen Miniatureisenbahn das weitläufige Gelände erkunden.

Wer etwas mit Musik der härteren Art anfangen kann, dem sei ein Besuch auf dem Wolfszeit Festival wärmstens empfohlen. Die zauberhafte Umgebung gepaart mit dem auserwählten Line-Up birgt eine magische Atmosphäre. Der Handyempfang ist komplett abgeriegelt, sodass man das Wochenende ohne störende Smartphones genießen und sich auf die einfachen Dinge konzentrieren kann. Insidertipp: Auf der Straße von der Fahrzeugkontrolle zur Bandausgabe stehen Pfeiler – an Nummer 57 bekommt ihr eventuell genug Signalstärke, damit eine SMS durchkommt. Viel Glück!

Hardtickets gibt es bereits für 74,99€ (plus 5€ Müllpfand) im VVK auf http://wztickets.de/index.php?page=categorie&cat=1. Für weitere Infos verweise ich auf die HP http://www.wolfszeit-festival.de/index.php?article_id=1&lang=0. Tagestickets gab es bisher jedes Jahr, jedoch nicht im VVK, sondern nur vor Ort.

So, nun wisst ihr Bescheid. Wir sehen uns am letzten Augustwochenende in Thüringen! Cheers.

Euer Michel